wieder einmal hat mich diese Sache getroffen. Erst letztes Jahr begann alles mit einem Schmerz hinter dem linken Ohr. Am darauffolgenden Tag lief mir das Frühstück unkontrolliert aus dem Mund. Der erste Gedanke "Schlaganfall" dann erst mal auf direktem Wege zum Arzt. Der stellte da die beruhigende Diagnose Facialisparese. Was immer das auch sein mag.
Die idiopathische Facialisparese ist auch als Bellsche Parese bzw. Bellsche Lähmung bekannt. Da ich nicht der Mediziner bin verweise ich der Einfachheit halber auf einige Seite im Netz:
Dann ging es ab ins Krankenhaus, HNO Abteilung. hier wurde ich ziemlich umfangreich auf den Kopf gestellt. Röntgen, Blut, EKG, Hör-, Geschmackstest, usw. Anschließend stationäre Aufnahme.
Da ich das Augenlid nicht schließen konnte gab es für die Nacht eine sogenannten "Uhrglasverband"
und eine Kortisontropfer. das ging dann so 10 Tage so, wobei sich der Lidschluß bereits im Laufe der ersten 3 Tage wieder einstellte, was denn Uhrglasverband erübrigte.
Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus begann die ambulante Therapie. Neben Bewegungsübungen unter Anleitung einer Sprachtherapeutin wurden auch Ultraschall- bzw. Elektrotherapiesitzungen verordnet.
Kontrolluntersuchungen beim Neurologen und im Krankenhaus folgten.
Die Lähmungserscheinungen bildeten sich weitestgehend zurück. Nur wenn die Gesichtshälfte gereizt wurde, durch Licht, Wind, Wärme, Kälte, Druck traten die Schmerzen wieder auf. Nach etwa einem halben Jahr hielt sich das ganze aber im Rahmen, so dass diese Anfälle nahezu gar nicht mehr auftraten. So ging es dann immerhin ca. 1 Jahr.
Bis vor einer Woche, da begann es morgens wieder mit einem Gefühl, als hätte man gerade beim Zahnarzt eine Betäubungsspritze bekommen und einem extrem tränenden Auge. Die Gesichtshälfte wirkte angeschwollen und taub. Nach zwei Tagen war der Spuk erstmal wieder vorbei.
Aber dann begann es wieder mit diesem Schmerz hinter dem Ohr, und diesem wattigen Gefühl im Gesicht. Mal mehr mal weniger. Die Überweisung zum Neurologen habe ich bereits.
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